Oberaußemer Volleyballerinnen boten Spitzenreiter einen heißen Kampf
Die hohen Erwartungen an das Spitzenspiel in der Landesliga zwischen der DJK TuS Hürth und dem Oberaußemer VV wurden erfüllt. Darin waren sich der Hürther Trainer, Gerry Dexel, und der Coach der Oberaußemer Volleyballdamen, Tobis Martin, nach dem 3:2-Erfolg der Hürtherinnen einig.
DJK TuS Hürth - Oberaußemer VV 3:2 (25:22, 26:24, 16:25, 15:25, 15:11). Das knapp zwei Stunden dauernde Match war die Fortsetzung des spannenden und ebenso knappen Hinspiels. In beiden Begegnungen setzten sich die Hürtherinnen durch. "Wie knapp das Spiel war, zeigt sich auch in der Gesamtpunktzahl. Obwohl wir insgesamt acht Punkte mehr gemacht haben, hatten wir am Ende das Nachsehen", erklärte Martin.
Der Oberaußemer VV konnte fast vollzählig in das mit Spannung erwartete Spiel gehen. Einzig die langzeitverletzte Natalie Kupp sowie Britta Hannig (berufliche Gründe) waren nicht dabei. Im ersten Satz fanden die Hürtherinnen besser ins Spiel und setzten mit druckvollen Aufschlägen den Gegner unter Druck. Ein Drei-Punkte-Vorsprung reichte zum Satzgewinn. In den zweiten Durchgang starteten die Oberaußemerinnen besser. Die Annahme wurde präziser, die Aufschläge fanden ihren Weg ins gegnerische Feld. Am Ende hatte der OVV sogar einen Satzball, der aber nicht genutzt wurde.
"Die vorgegebene Marschrichtung ist klar: Die Annahme stabil halten und am Netz Gas geben", erklärte Martin in der Pausenansprache. Dies gelang immer besser. Zuspielerin Stefanie Winkler setzte klug und variabel ihre Angreiferin in Szene. Der Block, speziell auf der Außenposition, setzte die starken Hürtherinnen immer mehr unter Druck. Verena Hübbers mit wuchtigen Angriffen sowie Maren Jaspert durch geschicktes Anschlagen des Blocks punkteten. Am Ende ging dieser Satz deutlich mit 25:16 an den OVV.
Auch der vierte Satz wurde durch gefährliche Aufschläge von Winkler und Mittelblockerin Mareike Laub eine deutliche Sache für den OVV. Den Oberaußemerinnen gelang in dieser Phase fast alles. "Besonders die Annahme mit Libera Sabine Reisten und Kapitänin Marieke Nannen machte einen guten Job", lobte der Coach.
Mit dem Gefühl, zwei Sätze aufgeholt zu haben, ging es in den entscheidenden fünften Satz. Den Oberaußemerinnen gelang ein Start nach Maß. Mit 8:3 wurden ein letztes Mal die Seiten gewechselt. Unerklärlich war dann der Bruch im Spiel des OVV. Punkt für Punkt kämpften sich die Hürtherinnen heran, konnten ausgleichen und in Führung gehen.
Leichte Fehler der Oberaußemerinnen im Abschluss ließen das Spiel kippen. "Wie schon im Hinspiel, bin ich aber sehr zufrieden damit, wie wir heute agiert haben. Das wir den Sack wieder nicht zumachen konnten, ist schade aber kein Beinbruch. Die Hürtherinnen waren im entscheidenden Moment abgezockter", sagte der OVV-Coach. "Mit der gezeigten Leistung können wir mit einem positiven Gefühl an die kommenden Aufgaben gehen", richtet Martin den Blick nach vorn. (mos)