Der Auftakt des Landesligaspiels des Oberaußemer VV gegen den Tabellenführer, VTHC Frechen, gelang den Oberaußemerinnen bestens. Den gesamten ersten Satz über konnte das Team von Trainer Tobias Martin dem ungeschlagenen Spitzenreiter Paroli bieten und hätte fast für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Am Ende gab es sogar Satzball für den OVV. Letztlich sorgten die Frechenerinnen aber mit einem druckvollen Aufschlag für die knappe Entscheidung.
Landesliga: Oberaußemer VV - VTHC Frechen 0:3 (24:26, 20:25, 19:25). In der Satzpause betonte OVV-Trainer Martin, wie zufrieden er mit dem bisherigen Verlauf der Partie war. Die Annahme um Libera Sabine Reisten stand kompakt, der Angriff spielte über alle Positionen druckvoll und plaziert. Speziell Verena Hübbers und Britta Hannig, die die Kapitänin des OVV, Marieke Nannen, gut vertrat, punkteten ein um das andere Mal über die Außenposition.
Auch die Leistung der Oberaußemerinnen in der Block- und Feldverteidigung sagte dem Coach im ersten Satz zu. "Sowohl Kristin Helms auf der Außenposition als auch die Spielerinnen im Mittelblock haben das sehr gut gemacht", lobte der Coach und forderte dies auch für die weiteren Durchgänge.
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Den Block überwinden konnte hier Britta Hannig vom Oberaußemer VV. Der Tabellenführer in der Landesliga, VTHC Frechen, setzte sich in der Oberaußemer Sporthalle dennoch mit 3:0 Sätzen durch.
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Aufmerksam beobachtet OVV-Spielerin Verena Hübbers (r.) die Aktion der Frechener Stellerin, die ihre Mannschaft zum Erfolg führte. (Fotos: Bucco)
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Dies gelang bis auf den Beginn des zweiten Satzes auch ordentlich. Am Ende setzte sich der VTHC Frechen aber dann doch mit 25:20 Punkten durch. Dem hohen Druck des Gegners konnten die Oberaußemerinnen dann im dritten Satz nicht mehr standhalten. Gleich zu Beginn des Durchgangs schlichen sich bei den Gastgeberinnen zahlreiche Fehler ein. Zwischenzeitlich waren die Frechenerinnen mit zehn Punkten Vorsprung davon geeilt.
Mit der Einstellung "jetzt ist alles gelaufen" gelang dem Team von Trainer Martin dann wieder fast alles. Der OVV kämpfte sich auf zwei Punkte heran und zwang den VTHC Frechen zu einer Auszeit. Einpaar "Wackler" in der Annahme machten am Ende ein knapperes Resultat zunichte. "Letztlich hat nicht die stärker spielende Mannschaft gewonnen, sondern die, die weniger Fehler gemacht hat", zog Martin ein Fazit.
"Ich bin mit der Leistung meiner Mädels durchaus zufrieden. Wir haben das versucht umzusetzen, was wir uns im Training erarbeitet haben. Über zwei Sätze konnten wir mit dem Spitzenreiter gut mithalten. Dass es nicht reichte, den Tabellenführer zu stürzen, ist uns aber auch klar", erklärte der trotz des 0:3 gut gelaunte OVV-Trainer nach dem Spiel.
"Ich habe heute alle elf Damen einsetzten können, ohne dass das zu einem Bruch im Spiel geführt hätte. Für die kommenden Spiele ist das wichtig zu wissen, dass ich auch in Drucksituationen alle Spielerinnen bringen kann", betonte der Oberaußemer Coach mit Blick auf die nächsten Partien.
Begeistert war die Mannschaft von ihren Fans, zum Teil ehemalige Oberaußemer Spielerinnen, die die Mannschaft "ganz toll unterstützt" haben.
Am kommenden Wochenende ist die Landesliga-Truppe des OVV doppelt gefordert. Am Samstag trifft sie im Ligaspiel auf denTabellennachbarn SG Aachen II, am Sonntag steht das Bezirkspokalspiel gegen den Bezirksligisten AVC Köln auf dem Spielplan.
Im Erfolgsfall wartet in der nächsten Runde der Sieger der Partie VC Euskirchen (Bezirksliga) - Alemannia Aachen III (Oberliga). Den Fokus legt Trainer Martin aber eindeutig auf das Ligaspiel. Ein Sieg soll gegen die "unbequemen" Aachenerinnen herausgespielt werden, um sich wieder im oberen Mittelfeld der Tabelle festzusetzen.
Bezirksliga: SG Stolberg/Eilendorf - Oberaußemer VV II 3:0 (25:21, 25:14, 25:18). Gleich nach dem Schlusspfiff für die erste Mannschaft eilte OVV-Trainer Tobias Martin in die Karl-Fischer-Sporthalle nach Erkelenz. Hier wartete auf die Zweitvertretung des Oberaußemer VV der Primus der Bezirksliga, SG Stolberg/ Eilendorf.
Der Oberaußemer Coach hatte nur neun Spielerinnen zur Verfügung, die aber mit mutigem Spiel und Kampfgeist ihre Chancen suchten. Im ersten Satz gelang das der Mannschaft um die solide aufspielende Kapitänin Jill Becker auch gut. Im Block und in der Feldverteidigung arbeiteten die Bezirksligadamen mit viel Einsatz. Kein Ball fiel ohne spektakuläre Rettungsaktionen auf den Boden.
Lediglich die Annahme der druckvollen Aufschläge der Stolbergerinnen machte der Oberaußemer Zweiten von Beginn an Schwierigkeiten. Dennoch blieb der erste Satz lange offen. Am Ende setzte sich der Spitzenreiter durch.
Der OVV-Coach forderte für den weiteren Verlauf der Partie in der Pause mehr Präzision in der Annahme, allerdings ohne Erfolg. Im zweiten Satz lag der OVV nach einer Aufschlagserie von neun Punkten schnell entscheidend hinten. Der Rückstand konnte nicht mehr aufgeholt werden.
Den dritten Satz konnten die Oberaußemerinnen wieder enger gestalten. Bis Mitte des Satzes lagen die beiden Teams gleichauf. "Dankeschön-Bälle" des Tabellenführers wurden mit wuchtigen Angriffen von Karo Kühn und Keflen Felski über die Mitte abgeschlossen. Am Ende verdarb wieder die Annahme den OVV-Damen die Feier.
Keineswegs Kanonenfutter
"Wir waren heute als Aufsteiger kein Kanonenfutter, auch wenn wir keine Chance hatten, das Spiel zu gewinnen. Wir haben uns gut verkauft. Den starken Aufschlägen der SG hatten wir heute leider nichts entgegenzusetzen", kommentierte der OVV-Trainer die Partie. Gefallen hat Martin die "Umsetzung der Abwehrstrategie". "Die stärksten Angreiferinnen der Stolberger hatten wir unter Kontrolle. Lisa Feuß und Tine Maevis haben da einen guten Job gemacht".
Nach der Begegnung hieß es für die Oberaußemer Spielerinnen erneut "Tschüss" zu sagen. Dini Thomsen wird wegen eines Aufenthalts in Südamerika für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.
Am Sonntag wartet auf das Bezirksligateam ein ähnlich schwerer Brocken. Die Oberaußemer Zweite ist beim Tabellenzweiten, SG Aachen III, zu Gast. Auch in diesem Match werden die OVV-Spielerinnen wieder um jeden Ball kämpfen müssen. (moe)
Oberaußemer VV II: Tine Maevis, Julchen Riefert, Lisa Feuß, Karo Kühn, Keflen Felski, Jill Becker (C), Dini Thomsen, Lena Schumacher, Julia Pütz; Trainer: Tobias Martin.